A Heart of Love – Director’s Cut

Wojciech ist ein etablierter Soundtüftler, Performance-Künstler und Zeitlupen-Rapper. Zuzanna ist Grafikerin und Autorin am Anfang ihrer Karriere, deren Roman niemand veröffentlichen will. Auf den ersten Blick sind sie schwer auseinanderzuhalten, denn beide haben keine Haare und ähneln sich in Kleidung und Performance. Auch eine klare Trennung zwischen Kunst und Leben scheint es für sie nicht zu geben. In Stil und Auftreten wirken sie hermetisch und künstlich, jede Bewegung ist eine Inszenierung, ihre Pendants in einer Computer-Simulation wirken nicht viel weniger echt. Aber auch Künstler haben einen Alltag, Paare ihre Reibungsflächen, Beziehungen ihre Hochs und Tiefs und der Übergang von Inspiration zu Ideendiebstahl ist fließend.

Keine Angst: So kitschig der Titel klingt, so unkonventionell erzählt der Film eine Geschichte, die eigentlich so alt wie die Menschheit ist und im Kino immer wieder neu interpretiert wird. Diese Variante entwickelt trotz formaler Kühle mit zunehmender Dauer eine Wärme, die trotz aller Sperrigkeit das Prädikat "Liebesfilm" zulässt. Dazu ist er gespickt mit originellen Szenen und einer Soundspur, die kongenial die Bilder ergänzt und ihnen eine weitere Bedeutungsebene verleiht.


B: Robert Bolesto
S: Przemysław Chruścielewski, Nikodem Chabior, Alan Zejer
M: Wojciech Bąkowski



Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Serce miłości – Director’s Cut
Deutscher Titel:
A Heart of Love – Director’s Cut
Produktionsjahr:
2017
Dauer:
01:38:00
Festivalausgabe:
2017
Regie
Łukasz Ronduda
Kamera
Łukasz Gutt
Darsteller
Jacek Poniedziałek, Magdalena Cielecka

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