Absolut Warhola

In dieser dokumentarischen Komödie forscht Stanisław Mucha nach den biografischen Wurzeln des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol – und wird in den slowakischen Städtchen Medzilaborce und Mikova fündig. Hier leben die Angehörigen der Großfamilie des legendären New Yorker Künstlers, dessen Name eigentlich Andrijku Warhola ist. In Medzilaborce steht auch das einzige Pop-Art-Museum Europas, in dem es natürlich in erster Linie um den berühmten Warhola-Spross geht.

Warhols Tanten, Cousins und Cousinen haben zwar keine Arbeit, aber reichlich Zeit und gute Laune; sie plaudern gerne aus dem Nähkästchen und liefern ihre ganz eigenen Interpretationen des "Mythos Andy Warhol". Möglicherweise dauert diese Reise ewig und führt nirgendwohin. Die Zeit scheint stehen geblieben, nirgends weist ein Straßenschild den Weg. Mal fährt das Auto durch Regen und Schnee eines Spätwinters, dann wieder durch das strotzende Grün eines strahlenden Sommers. Dennoch gibt es ein Ziel: das "ruthenische Bermuda-Dreieck". So nennt Stanisław Mucha jene verlorene Gegend, "wo alles verschwindet". Hier, im Dreiländereck von Polen, Ukraine und Slowakei, spürt der Regisseur das einzige Pop-Art-Museum Europas auf. Medzilaborce heißt das Städtchen; ein Ort so abseits, dass die Mühe nicht lohnt, die korrekte Aussprache seines Namens zu lernen - gingen von ihm nicht Verbindungslinien in den Rest der Welt, ja sogar bis nach Manhattan aus. 

Absolut Warhola wurde u.a. 2003 mit Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.


D; DVD; OmdU 

K: Susanne Schüle, M: Drislak

Kategorie:
Special Screening
Polnischer Titel:
Absolut Warhola
Deutscher Titel:
Absolut Warhola
Produktionsjahr:
2001
Dauer:
1:20
Regie
Stanisław Mucha
Drehbuch
Stanisław Mucha