All For My Mother

Ola (grandios: Zofia Domalik) hat es im Leben nie leicht gehabt. Mit fünf Jahren wurde sie ihrer Mutter, einer Leistungssportlerin, weggenommen. Bei den Adoptiveltern ging es ihr nicht viel besser und so sitzt sie nun in einer trostlosen Anstalt für straffällig gewordene Mädchen und hat nur einen Wunsch: Sie will ihre Mutter wiederfinden, denn sie ist davon überzeugt, dass diese ihre Tochter wieder in die Arme schließen will.

Olas Vorteil: Sie kann laufen. Sie kann durchhalten, auch wenn die Kräfte schwinden. Und sie kann sich immer wieder aufrappeln, wenn sie gestürzt ist – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Und sie stürzt oft, denn das Leben rollt ihr ununterbrochen Hindernisse in den Weg.

Imielska gibt uns ein Genre zurück, das in Polen einst Meisterwerke hervorbrachte und in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geriet – das klassische Sozialdrama. Sie führt uns in Welten, die sonst für uns verschlossen sind, und erzählt dabei trotzdem eine universale Geschichte, die mit jedem von uns etwas zu tun hat.

 

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Małgorzata Imielska (geb. geb. 1969) studierte in Kraków sowie Katowice und drehte knapp 30 Dokumentarfilme, bevor sie mit „Wszystko dla mojej matki“ ihren ersten Spielfilm veröffentlichte.


Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Wszystko dla mojej matki
Deutscher Titel:
All For My Mother
Produktionsjahr:
2019
Dauer:
103
Festivalausgabe:
2020
Regie
Małgorzata Imielska
Drehbuch
Małgorzata Imielska
Kamera
Tomasz Naumiuk
Darsteller
Zofia Domalik, Jowita Budnik
Musik
Włodzimierz Pawlik