Wszystko na sprzedaż

Alles zu verkaufen

Andrzej Wajda gab selbst zu, kein guter Autor zu sein, weshalb er immer wieder auf Drehbuchautoren zurückgreifen müssen habe – ein Grund dafür, warum sich seine Filme so stark unterscheiden. „Wyzystko na sprzedaż“ ist einer seiner wenigen Filme, für die Wajda allein das Drehbuch schrieb. Diese Ausnahme verwundert nicht, geht es hier doch um das, womit und wofür Wajda lebte, nämlich um das Filmbusiness. Filmteams tauchen bei Wajda öfter auf, aber hier ist die Parallelwelt der Filmproduktion Hauptgegenstand.

Anknüpfungspunkt ist dabei der frühe und überraschende Tod von Zbigniew Cybulski im Januar 1967, der für Wajda dreimal vor der Kamera gestanden hatte. Aber „Wszystko na sprzedaż“ ist kein Nekrolog, auch wenn sich die Handlung um einen plötzlich verschwundenen Schauspieler dreht. Es geht um die Frage, wer der Verschollene in den Augen seiner Kollegen war und welche Lücken er hinterlässt – und damit ebenso um diejenigen, die neben dem obligatorischen Hauptdarsteller an der Entstehung eines Films beteiligt sind. Dabei verwischt Wajda gekonnt die Grenzen zwischen filmischer Fiktion und Realität, indem er beispielsweise Daniel Olbrychski, Beata Tyszkiewicz und Elżbieta Cyżewska als sie selbst auftreten lässt.

OmU
Kategorie:
Retrospektive, Hommage
Polnischer Titel:
Wszystko na sprzedaż
Deutscher Titel:
Alles zu verkaufen
Produktionsjahr:
1969
Dauer:
01:34:00
Festivalausgabe:
2017, 2011, 2008
Regie
Andrzej Wajda
Drehbuch
Andrzej Wajda
Kamera
Witold Sobociński
Darsteller
Andrzej Łapicki, Daniel Olbrychski, Beata Tyszkiewicz, Witold Holtz, Elżbieta Czyżewska, Bogumił Kobiela
Musik
Andrzej Korzyński

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