Bogdan’s Journey

1946 fand in Kielce Europas letzter judenfeindlicher Pogrom statt, bei dem 40 Überlebende des Holocaust von Polizei- und Armeeangehörigen, aber auch von ganz normalen Bürgern ermordet wurden. Als Folge emigrierten tausende Juden. Im sozialistischen Polen wurde über den Mord beharrlich geschwiegen.

Nach dem politischen Umbruch vor fast 30 Jahren begann Bogdan Białek – katholischer Pole, Journalist und Psychologe – öffentlich über den Pogrom zu sprechen. Mit viel Geduld konnte er die Bürger Kielces davon überzeugen, sich der schmerzhaften Geschichte zu stellen. Seine Mitmenschen konfrontierte er mit ihren tiefsitzenden Vorurteilen, bemüht sich seit Jahren, einen Kontakt zwischen Kielce und der jüdischen Community zu etablieren. Dieser Weg hatte seinen Preis.

Mehr als zehn Jahre arbeiteten die beiden Regisseure - ein katholischer Pole und ein amerikanischer Jude - an dieser Geschichte über einen Mann, der nach 70 Jahren eine kontroverse Erinnerungsdebatte auslöste.

M: Bartłomiej Gliniak
D: Marcin Latanik

OmeU

Gäste: 
Florian Kemmelmeier und Bogdan Białek

Lawrence Loewinger_Director's Photo   ©Michal Jaskulski
Lawrence Loewinger_Director's Photo ©Michal Jaskulski
Michal Jaskulski_Director's Photo    ©Remigiusz Przelozny
Michal Jaskulski_Director's Photo ©Remigiusz Przelozny
Kategorie:
Special Screening
Polnischer Titel:
Przy Planty 7/9
Deutscher Titel:
Bogdan’s Journey
Produktionsjahr:
2016
Dauer:
01:30:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Michal Jaskulski, Lawrence Loewinger
Kamera
Michal Jaskulski

Kommende Filme

  • Bogdan’s Journey

    Babylon