Der Start

Marc steht Tag für Tag im Friseursalon und schneidet fremden Menschen die Haare. Seine Leidenschaft gehört jedoch schnellen Autos. Heimlich trainiert er mit dem „geliehenen“ Porsche seines Chefs, sein Ziel ist die Teilnahme an einem Autorennen. Als der Wagen ausgerechnet am Tag des Rennens nicht zur Verfügung steht, muss kurzfristig für Ersatz gesorgt werden. Es kommt zu einer wilden Jagd durch ein nächtliches Brüssel, das man so noch nicht gesehen hat. Krzysztof Komedas Musik peitscht das Geschehen voran und treibt Marc durch bizarre Abenteuer. Ein indischer Guru kommt ihm dabei unverhofft zu Hilfe. Und fast nebenbei findet er etwas ganz anderes: die große Liebe.

Für seinen ersten im Ausland realisierten Film konnte Skolimowski neben vertrauten Mitarbeitern aus Polen auf hervorragendes Personal aus dem Westen zurückgreifen. Catherine-Isabelle Duport und Jean-Pierre Léaud als Darsteller sowie Willy Kurant an der Kamera übernahm er dabei kurzerhand von Jean-Luc Godards Masculin, féminin (1966). Le départ wurde zum Überraschungserfolg. Er gewann auf der Berlinale den Goldenen Bären und kam anschließend in ganz Westeuropa ins Kino. Noch vor Roman Polański stieg damit Skolimowski zum „polnischen Wunderkind“ des internationalen Films auf. 


B: Andrzej Kostenko
K: Willy Kurant
M: Krzysztof Komeda
D: Jean-Pierre Léaud, Catherine-Isabelle Duport, Paul Roland, Jacqueline Bir, Georges Aubrey 


Eröffnung der Retrospektive: Jerzy Skolimowski

21.04.2016, 20.00h

Zeughauskino mit Ehrengast Jerzy Skolimowski


Kategorie:
Retrospektive
Polnischer Titel:
Le départ
Deutscher Titel:
Der Start
Produktionsjahr:
1967
Dauer:
01:31:00
Regie
Jerzy Skolimowski
Drehbuch
Jerzy Skolimowski
Musik
Krzysztof Komeda