©Shalom Foundation

Die Hälfte der Stadt

Der Film erzählt die Geschichte des polnisch-jüdischen Fotografen und Gemeindepolitikers Chaim Berman, geboren 1890 in Kozienice bei Warschau. Vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs engagierte er sich für ein friedliches Nebeneinander von Polen, Juden und Deutschen in seiner Heimatstadt. Sie alle hat er auf unzähligen Fotos porträtiert. Als das politische Klima rauer wird, bringt ihm seine weltoffene Haltung zunehmend Schwierigkeiten ein, zumal er sich weigert, während der deutschen Besatzung Polen zu verlassen.

„Die Hälfte der Stadt“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch ein turbulentes europäisches Jahrhundert und erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, dessen Überzeugungen fortschrittlicher waren als die Welt, in der er lebte. Das hebräische Wort „Chaim“ bedeutet „Leben“ – der Regisseur Paweł Siczek lässt mit aufwändig gestalteten Animationssequenzen, die durch die Werke Marc Chagalls und die naive Malerei der Kozienicer Region inspiriert wurden, eine längst vergessene Welt wieder lebendig werden. Dazu zeugen Bermans Fotografien in ihrer zarten Brüchigkeit von der Kostbarkeit des Lebens.

M: Roman Bunka
S: Ulrike Tortora

pl., en. OmU

Gäste: Paweł Siczek, Agnieszka Wierzcholska



©RealFictionFilm
©RealFictionFilm
©RealFictionFilm
©RealFictionFilm
©RealFictionFilm
©RealFictionFilm
Kategorie:
Special Screening
Polnischer Titel:
Połowa miasteczka
Deutscher Titel:
Die Hälfte der Stadt
Produktionsjahr:
2015
Dauer:
01:28:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Pawel Siczek
Drehbuch
Pawel Siczek
Kamera
Ulrike Tortora

Kommende Filme

  • Die Hälfte der Stadt

    Topographie des Terrors