Die Karwoche

Die polnische Jüdin Irena Lilien hat sich nie als Jüdin gefühlt. Vor dem Krieg führte sie als Professorentochter ein unproblematisches Leben, war assimiliert. Ihre Religionszugehörigkeit spielte keine Rolle. Selbst mit der Besetzung Warschaus durch die Deutschen ändert sich wenig an dieser Normalität. Sie geht nicht ins Ghetto und trägt auch nicht den gelben Stern. Erst 1942 gerät sie in Gefahr und muss untertauchen. Jetzt zeigt sich, dass in der Not ihre Freundschaft mit katholischen Polen in der Not nicht viel zählt. Niemand will ihr Unterschlupf gewähren. Während in der Karwoche 1943 der Ghettoaufstand tobt, wird Irena von der Gestapo verhaftet. Doch sie kann sich freikaufen. Wieder in Freiheit trifft sie ihren früheren Geliebten Jan, der sie mit zu sich nach Hause nimmt. Er ist mittlerweile mit Anna verheiratet, die schwanger ist. Irena fühlt sich nicht wohl zwischen ihrem ehemaligen Geliebten und dessen Ehefrau, die ihre Ehe durch die Anwesenheit der attraktiven Irena bedroht sieht. Auch Jan ist von der Situation überfordert, doch er bringt es nicht fertig, Irena einfach auf die Straße zu setzen.

Nach der gleichnamigen Erzählung von Jerzy Andrzejewski.

PL/D/F; 35 mm; OmeU

Kategorie:
Retrospektive
Polnischer Titel:
Wielki Tydzień
Deutscher Titel:
Die Karwoche
Produktionsjahr:
1995
Dauer:
1:37
Festivalausgabe:
2011
Regie
Andrzej Wajda
Drehbuch
Andrzej Wajda
Kamera
Wit Dąbal
Darsteller
Wojciech Malajkat, Magdalena Warzecha , Cezary Pazura, Maria Seweryn, Beata Fudalej, Wojciech Pszoniak, Jakub Przebindowski