In Touch

Auf den ersten Blick ist Stare Juchy im idyllischen Masuren ein Dorf wie viele andere in Polen. Manche sind geblieben, manche sind gegangen und haben Leerstellen hinterlassen. Das Besondere an diesem Ort ist, dass fast ein Drittel der Einwohner in den letzten 40 Jahren nach Island ausgewandert ist. Sie haben weit weg ein neues Leben begonnen. In Stare Juchy ließen sie Verwandte und Freunde zurück.

Mit einem raffinierten Schachzug bringt Ziemilski beide Seiten – die Ausgewanderten und die Dagebliebenen – wieder zusammen. Wände verlassener Häuser, Wohnzimmertapeten, Rasen, Autoscheiben und viele andere Flächen nutzt er als Projektionsflächen, auf denen er den Zurückgelassenen bewegte Bilder aus dem Leben der polnischen Neu-Isländer zeigt. Auf der Tonspur hören wir derweil Skype-Gespräche über Banalitäten des Alltags. So entsteht ein bildgewaltiger Essay, in dem Bilder und Worte zu einer Narration über das Verlassen und Vermissen zusammenfließen.

61 min, OmeU

Paweł Ziemilski (geb. 1981) studierte Regie in Łódź und drehte nach zahlreichen Kurzfilmen den Dokumentarfilm „Miejscy kowboje“ (2016). „In Touch“ gewann u. a. bei Festivals in Amsterdam und Saloniki Preise und war für den polnischen Filmpreis nominiert.

 

© KFF Sales & Promotion
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Kategorie:
Dokumentarfilme
Polnischer Titel:
In Touch
Deutscher Titel:
In Touch
Produktionsjahr:
2019
Dauer:
61
Festivalausgabe:
2020
Regie
Paweł Ziemilski
Drehbuch
Łukasz Długołęcki, Haukur M. Hrafnsson, Paweł Ziemilski
Kamera
Filip Drożdż, Asta Julia Gudjonsdottir
Musik
Martina Bertoni, Arni Valur Kristinsson