Kamper

Eigentlich ist bei Mateusz, den alle „Kamper“ nennen, alles im Lot. Seine Wohnung ist hell, groß und aufgeräumt. Seine junge Ehefrau Mania ist schlau, hübsch und kocht wie ein Profi. Die Arbeit in der eigenen Firma, die Videospiele testet, macht Spaß und bringt auch noch Kohle. Aber damit füllt man natürlich keinen Spielfilm, weshalb kommt, was kommen muss – die Idylle bekommt Risse, als Kamper die Ahnung beschleicht, Mania könnte ihn mit einem Starkoch betrogen haben. Der bis jetzt so sorglose Lebenswandel ist plötzlich komplett infrage gestellt. Einfach Augen zu und weitermachen wie bisher? Oder doch lieber Rache üben und den offensiven Avancen der rassigen Spanischlehrerin nachgeben?

Eine im Kino schon oft erzählte Geschichte von Misstrauen, Untreue und Rache wird in diesem Independent-Film noch einmal neu erzählt – mit unverbrauchten Gesichtern, ausgefeilten Dialogen und originellen visuellen Einfällen, die gerne auf die Ästhetik von Videospielen und Chat-Apps zurückgreifen. Die Figuren und ihre Erlebnisse sind nah am Alltag angesiedelt, der Soundtrack dazu ist ebenfalls jung und frisch. Und bei aller Leichtigkeit und Beiläufigkeit schwebt doch über allem die grundsätzliche Frage: Wie lange kann ich ein großes Kind sein und ab wann muss ich Entscheidungen treffen und zu ihnen stehen?

OmU
OmeU im K 18

B: Krzysztof Umiński, Łukasz Grzegorzek
K: Weronika Bilska
M: Czarny HIFI
D: Piotr Żurawski, Marta Nieradkiewicz, Sheily Jimenez, Justyna Suwała, Bartłomiej Świderski, Jacek Braciak u.a.

zu Gast: Łukasz Grzegorzek
08.05.17 Club der polnischen Versager


+++Nominiert für den filmPOLSKA-Wettbewerb 2017+++



Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Kamper
Deutscher Titel:
Kamper
Produktionsjahr:
2016
Dauer:
01:26:00
Festivalausgabe:
2017
Regie
Łukasz Grzegorzek
Drehbuch
Łukasz Grzegorzek
Darsteller
Jacek Braciak

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