Karski und die Herrscher der Menschheit

Jan Karski (1914–2000), in Łódź geboren, zählte im Zweiten Weltkrieg zu den aktivsten Mitgliedern des polnischen Untergrunds. Im Herbst 1942 wurde er zu einem Kurierdienst in den Westen geschickt. Er sollte die polnische Exilregierung und die Alliierten über die Lage in dem von Deutschland besetzten Polen und über das Schicksal der polnischen Juden informieren. Er konnte auch als Zeuge berichten, da er zuvor mit eigenen Augen die Zustände im Warschauer Ghetto und im „Transitghetto“ Izbica gesehen hatte. Doch seine Bemühungen, an die Welt zu appellieren, blieben ohne Wirkung. 1944 erschien in den USA sein Buch Story of a Secret State. Nach dem Krieg ging Karski nach Washington D.C. und lehrte an der Georgetown University.

In seinem Dokumentarfilm Karski & Die Herrscher der Menschheit widmet sich der Regisseur Sławomir Grünberg dem Werdegang von Jan Karski. Neben historischem Bild- und Filmmaterial verwendet er animierte Rekonstruktionen verschiedener Ereignisse im Leben Karskis. Dazu kommen unter anderem Interviewsequenzen, die der Autor E. Thomas Wood mit Karski führte und Äußerungen von Wegbegleitern, Historikern und ehemaligen Studenten. 

R: Sławomir Grünberg 


Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin und der Stiftung Topographie des Terrors mit freundlicher Unterstützung des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg 

Kategorie:
Special Screening
Polnischer Titel:
Karski i władcy ludzkości
Deutscher Titel:
Karski und die Herrscher der Menschheit
Produktionsjahr:
2015
Dauer:
01:15:00