Mug

Der Preis für die außergewöhnlichste Filmexposition bei filmPOLSKA 2018 gebührt eindeutig „Mug“. Nur mit Unterwäsche bekleidet, stürmen Kaufwütige einen Ramschmarkt, um billige Fernseher zu ergattern. Hier lernen wir Jacek kennen, der mit seinen langen Haaren, den Tattoos und seiner frechen Art das schwarze Schaf der Familie ist. Jaceks Leben gerät aus der Bahn, als sein Gesicht durch einen Arbeitsunfall, den er nur knapp überlebt, vollkommen entstellt wird.

Als erstem Menschen in Europa wird Jacek nun ein neues Gesicht transplantiert. Während alle Augen auf ihn gerichtet sind, schaut ihn Dagmara, seine große Liebe, nicht mehr an. Gefangen im alten Körper, aber mit dem neuen Gesicht doch ein Fremder, ein von der eigenen Mutter verstoßener Homunkulus, wird das Leben für Jacek und seine Familie zur Qual.

Fein gezeichnete Zwischentöne, etwa wenn sich die Männer Weihnachten besaufen und fragwürdige Witze erzählen, oder wenn der Messdiener stoisch durch die Kirchbänke schreitet, während der Kollekte-Korb leer bleibt, zeichnen ein vielschichtiges Bild von Leben und Volksmund in der polnischen Provinz. „Mug“ erhielt 2018 den Silbernen Bären für die beste Regie.

M: Adam Walicki
D: Mateusz Kościukiewicz, Agnieszka Podsiadlik, Małgorzata Gorol u.a.

OmU

Gast: Agnieszka Podsiadlik


©Memento Films International
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©Bartosz Mrozowski
©Bartosz Mrozowski
©Zuza Krajewska
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Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Twarz
Deutscher Titel:
Mug
Produktionsjahr:
2018
Dauer:
01:31:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Małgorzata Szumowska
Drehbuch
Małgorzata Szumowska, Michał Englert
Kamera
Michał Englert
Darsteller
Mateusz Kościukiewicz, Agnieszka Podsiadlik

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