©Adam Bajerski

Once upon a time in November

„Mutter” hat durch Polizeiwillkür ihre Wohnung verloren und haust in einem Bretterverschlag. Ihr Sohn „Marky” sucht sie und ihren Hund „Kumpel” eine neue Bleibe. Weil sie mit „Kumpel” jedoch nicht ins Obdachlosenasyl darf, beschließt „Mutter” zu „Markys” Erstaunen in ein besetztes Haus im Zentrum von Warschau zu ziehen. Dann kommt der polnische Unabhängigkeitstag am 11. November, an dem seit Jahren Nationalisten und zunehmend auch rechtsextreme Schläger in der Hauptstadt demonstrieren. Ohne dass die Polizei einschreitet, taucht plötzlich der rechte Mob vor dem besetzten Haus auf.


“Once upon a time in November” steht mit seiner leisen Geschichte über die Verlierer der polnischen Gesellschaft in einer langen Tradition. Dann wird der Film zu einem schmerzhaften Kreischen. Denn die Bilder der rechten Demonstranten und ihres Angriffs auf das Haus sind echt!

Nach seinem poetischen Drama „Imagine“ um die möglicherweise hochstaplerischen Methoden eines blinden Pädagogen und „Kleine Tricks“, einem schwerelosen Sommerfilm, ist Jakimowskis jüngstes Werk alles andere als leicht zu ertragen. Zurückhaltend erzählt er nicht nur die Geschichte der schwierigen, wenn auch bedingungslosen Liebe eines Sohns zu seiner Mutter. Ohne zu belehren, zeichnet er durch die Kraft seiner Bilder die rechte Gefahr für ganz Europa nach. Gleichzeitig beleuchtet der Film eine weitgehend unbekannte und marginalisierte linke Subkultur in Polen.

S: Cezary Grzesiuk
M: Tomasz Gąssowski
D: Agata Kulesza, Grzegorz Palkowski, Edward Hogg

OmeU



Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Pewnego razu w listopadzie…
Deutscher Titel:
Once upon a time in November
Produktionsjahr:
2017
Dauer:
01:32:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Andrzej Jakimowski
Kamera
Adam Bajerski

Kommende Filme

  • Once upon a time in November

    Babylon
  • Once upon a time in November

    FSK Kino am Oranienplatz