©Real Suspects

The Man with the Magic Box

+++nominiert für den Wettbewerb+++

In seinem heiß erwarteten Zweitwerk entführt uns Bodo Kox in das Warschau einer gar nicht so fernen Zukunft, die wie eine polnische Version von Orwells „1984“ anmutet. Ein allgegenwärtiges Regime, das natürlich nur das Beste für seine Untertanen will, erschnüffelt auch die verborgensten Ecken seiner Bürger. Die Hauptstadt gleicht einer urbane Dystopie – es wimmelt von Müll und Ruinen, ein nicht näher definierter Krieg lässt Wolkenkratzer zusammenstürzen.

Doch es gibt einen Ausweg aus diesem Albtraum, und Adam hat ihn gefunden: seine Erinnerung wurde gelöscht. Jetzt arbeitet er bei einem Großunternehmen, abends jedoch schraubt er an einem alten Radio. Das scheint als Teleporter, als Fenster in eine bessere Welt zu funktionieren – in die Vergangenheit.

Kox haucht dem totgeglaubten Genre der polnischen Science Fiction wieder Leben ein. Er mixt typische Motive wie Zeitreisen, künstliche Intelligenz und Zukunftsentwürfe mit einer originellen urbanen Romanze und würzt sie mit einem Hauch Nostalgie. Mit einer vielschichtig lesbaren Story und diversen Anspielungen auf die Gegenwart liefert er nebenbei vielleicht einen der politischsten polnischen Filme der letzten Jahre.

M: Sandro Di Stefano
D: Olga Bołądź, Piotr Polak, Sebastian Stankiewicz

OmU




Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel:
Człowiek z magicznym pudełkiem
Deutscher Titel:
The Man with the Magic Box
Produktionsjahr:
2016
Dauer:
01:43:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Bodo Kox
Drehbuch
Bodo Kox
Kamera
Dominik Danilczyk, Arkadiusz Tomiak

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