Tiere

Ein junges Paar – sie Schriftstellerin, er Koch – zieht für ein halbes Jahr in ein abgelegenes Ferienhaus in den Schweizer Bergen. Es knirscht zwischen den beiden, ihre Beziehung ist erkaltet und ein Hauch von Misstrauen, Eifersucht und dunkler Vorahnung umgibt sie. Ist Andrea, die Nachbarin, für ihn wirklich nur eine gute Bekannte? Sind die Träume seiner Frau nur wirre Hirngespinste? Ist der rot beleuchtete Tunnel, den sie im Hellen befahren und im Dunkeln wieder verlassen, die Einfahrt in eine Parallelwelt? Und warum wirken die Tiere wie Wandelnde zwischen den Welten der Lebenden und der Toten?

Greg Zgliński belässt vieles in der Schwebe, begnügt sich mit Andeutungen und gibt mit seinen sorgfältig inszenierten Bildern immer wieder Rätsel auf. Er lockt die Zuschauer auf falsche Fährten, spielt gekonnt mit Licht- und Schatteneffekten, untergräbt Chronologie und Kausalität, lädt Farben symbolisch auf, lässt Kamera und Tonspur zu Akteuren werden und zitiert immer wieder klassische Motive des Mystery- und Thrillergenres. Nicht nur Fans von Lynch und Hitchcock dürften daran ihre helle (oder besser: düstere) Freude haben.

OF

K: Piotr Jaxa
S: Karina Ressler
M: Bartosz Chajdecki
D: Philipp Hochmair, Mona Petri, Mehdi Nebbou, Michael Ostrowski u.a.

Kategorie:
Neues Polnisches Kino
Deutscher Titel:
Tiere
Produktionsjahr:
2017
Dauer:
01:35:00
Festivalausgabe:
2017
Regie
Grzegorz Zgliński
Drehbuch
Grzegorz Zgliński
Darsteller
Birgit Minichmayr

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