Jerzy Andrzejewski

Schriftsteller. Er studierte polnische Philologie in Warschau. Sein schriftstellerisches Debüt wurde 1932 in der Wochenzeitschrift "ABC" veröffentlicht. 1936 erschien unter dem Namen Drogi nieuniknione (Die unvermeidlichen Wege) ein erster Band mit Erzählungen. Im Zweiten Weltkrieg zwischen 1940 und 1944 arbeitete er im polnischen Untergrund und war um die Bewahrung der polnischen Kultur bemüht. Seine Wandlung vom katholischen zum kommunistischen Schriftsteller macht sein 1948 erschienenes Werk Popiół i diament (Asche und Diamant) deutlich. 1950 tritt Andrzejewski endgültig in die Kommunistische Partei Polens ein und wird u.a. zwischen 1952 und 1954 Chefredakteur der polnischen Kulturzeitschrift "Przegląd kulturalny" (Kulturrevue). Zwischen 1952 und 1957 war er Abgeordneter des Sejm.

Als 1949 der Sozialistische Realismus zur künstlerischen Leitdoktrin erklärt wird, steigt Andrzejewski zu einem der führenden Verfechter dieser künstlerischen Gattung auf. Seine Begeisterung für den Sozialismus währt jedoch nicht lange, im Jahr 1964 setzt Andrzejewski seine Unterschrift unter das Dokument List 34 (Brief der 34), eine Protestnote der polnischen Intelligenz für Handlungsfreiheit in ihren Werken.

Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt; in mehreren Fällen schrieb er auch die Drehbücher. Der berühmteste dieser Filme ist Asche und Diamant von Andrzej Wajda mit Zbigniew Cybulski in der Hauptrolle.
Vorname:
Jerzy
Name:
Andrzejewski
Geburtsdatum:
19.08.1909
Geburtsort:
Warszawa
Drehbuch
Asche und Diamant, Die unschuldigen Zauberer