Filmfestival

filmPOLSKA 2016

Die Eintrittskarten für die Filmvorstellungen können ausschließlich in den jeweiligen Kinos reserviert und gekauft werden. Programmänderungen vorbehalten.

  • Bogowie / Gods

  • Kleine Dellen (R: Aleksandra Gowin)

  • Ida (R: Paweł Pawlikowski)

  • Ciało / Body (R: Małgorzata Szumowska)

  • Wałęsa (R: Andrzej Wajda)

  • Zum starken Engel (R: Wojciech Smarzowski)

  • Hardkor Disko (R: Krzysztof Skonieczny)

  • Obietnica

Aktuell

Praktikum bei filmpolska 2016

Bewerbungsfrist verlängert bis 31.01.2016

Vom 20. bis 27. April 2016 feiert filmpolska seine 11. Ausgabe.

Im Rahmen der Vorbereitung des polnischen Filmfestivals in Berlin und Potsdam wird ein Praktikum im Bereich Programmarbeit von 16.02. bis 29.04.2016 an einen Studierenden der letzten Semester bzw. Absolventen aus Polen oder Deutschland vergeben.

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Retrospektive: Asche und Diamant und andere Filme

Gemeinsam mit der Stiftung Topographie des Terrors und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet das Polnische Institut Berlin die Filmreihe „Das Kriegsende im Polnischen Spielfilm“ in der Topografie des Terrors. Am 22. Oktober 2015 eröffnete die Veranstaltungsreihe mit Andrzej Wajdas (Nach-)Kriegswerk Asche und Diamant. Begleitet wurde der Abend vom Literaten in Deutscher und Polnischer Sprache Lothar Quinkenstein. Als einer der umfassendsten Repräsentanten des Polnischen Kinos in Berlin war FILMpolska mit dabei. Eine Retrospektive.

„Ob Asche nur bleibt und Staub, der mit dem Winde vergeht?
Oder ob auf der Asche Grund strahlend ein Diamant erscheint,
der Morgen des ewigen Sieges . . .“

Mit Cyprian Norwids gleichnamigen Gedicht stellt Wajda in Asche und Diamant in einer hochsymbolischen Szene am Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs einersteits die Frage nach der Zukunft Polens - andererseits nach der verbleibenden Erinnerungskultur der Untergrundkämpfer der Polnischen Heimatarmee ‚Armia Krajowa‘ (AK). Als größte militärische Untergrundorganisation Europas während des Zweiten Weltkriegs, unterlag sie der polnischen Exilregierung in London. Nach Ende des Krieges hinterließ das Kommunistische Regime sie als „hässlicher Zwerg der Reaktion“ und unterdrückte des weiteren das heroische kollektive Gedächtnis an die Organisation.

Nach der Filmvorführung greift Lothar Quinkenstein die Fragen der Zukunft des Landes und der Erinnerung an die AK in seiner Diskussion mit dem Publikum auf. Immer wieder lenkt er dabei das Gespräch auf Wajdas Intention den Zuschauer vom „ideologischen Schleier der bösen AK“ zu befreien, den die Kommunisten propagierten. Quinkenstein betont, dass der Film grade aufgrund Andrzejewskis Romanvorlage realisiert werden konnte – ein Werk welches von den kommunistischen Machthabern in höchster Form Befürwortung fand. Mit einschlägigen Änderungen jedoch bestickt, sollte es Wajda gelingen sich vor der AK zu verbeugen - für das heutige und damalige Publikum offensichtlich, entging es den Augen der Zensur.


Kommende Veranstaltungen der Filmreihe:

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 19 Uhr
Nikt nie woła | Niemand ruft, Regie: Kazimierz Kutz

Donnerstag, 26. November 2015, 19 Uhr
Rok spokojnego słońca | Das Jahr der ruhigen Sonne, Regie: Krzystof Zanussi

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19 Uhr
Róża | Rosa, Regie: Wojciech Smarzowski

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Kommende Filme