300 Meilen zum Himmel

Anfang der 1980er Jahre wird die ökonomische Situation der Familie von Jędrek und Grześ in Polen zunehmend prekärer. Die Brüder beschließen, ohne das Wissen der Eltern unter einem LKW in den Westen zu flüchten, um von dort aus die Familie zu unterstützen. Nach einer abenteuerlichen Flucht gelangen sie tatsächlich nach Dänemark, das sich allerdings auch nicht als das vorgestellte Paradies entpuppt. Maciej Dejczer (*1953 in Gdańsk) ist Regisseur von über 20 Spielfilmen. Sein zweiter Film 300 Meilen zum Himmel wurde 1989 mit dem europäischen Filmpreis für den besten Nachwuchsfilm und mit dem Publikumspreis in Cannes ausgezeichnet.

Im Rahmen des anschließenden Gesprächs wird der Frage nach der Wirkung von Filmen mit Flüchtlingsthematik auf das Publikum, die öffentliche Debatte und den politischen Diskurs nachgegangen. Gleichzeitig stehen nicht nur die besondere Verantwortung und der politische Auftrag von Kunst und Kultur zur Debatte sondern auch Ziele, Möglichkeiten und die Grenzen von Kulturarbeit, im Besonderen von Filmarbeit mit Kindern und Jugendlichen. 

Gäste:

Thomas Krüger
(Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung)

Leila Haghighat
(Programmkoordinatorin Kulturelle Bildung, Haus der Kulturen der Welt)

Hannah Marquardt
(Ethnologin, Leiterin des Filmworkshops „Ankommen in Deutschland“)

Wael Bisher 
(Jugendlicher aus Syrien, Teilnehmer des Projekts „Ankommen in Deutschland“)

Krzysztof Zieliński
(studierter Philosoph, seine persönliche Geschichte diente als Vorlage für 300 mil do nieba)

Moderation:
Dorothee Wenner (Kuratorin, Autorin und Filmemacherin)

Die Eintrittsgelder auf Spendenbasis kommen dem gemeinnützigen Projekt RAA Berlin/Sprint Förderunterricht für Jugendliche zu. 

R: Maciej Dejczer 

Kategorie:
Rahmenprogramm, Special Screening
Polnischer Titel:
300 mil do nieba
Deutscher Titel:
300 Meilen zum Himmel
Produktionsjahr:
1989
Festivalausgabe:
2016