Der Filmamateur

Kieslowski drehte mit diesem Film eine Reflektion über das Wesen des Mediums. Filip Mosz, der als Einkäufer in einem Industriebetrieb in einer Kleinstadt nahe Krakau arbeitet, erwirbt eine Amateur-Filmkamera, um die ersten Schritte seiner neugeborenen Tochter festzuhalten. Die Nachricht über seine Anschaffung verbreitet sich im Betrieb wie ein Lauffeuer. Filip bekommt von seinem Direktor den Auftrag, einen Dokumentarfilm über die Feierlichkeiten zum 25- jährigen Firmenjubiläum zu drehen. Mosz gründet nach diesem ersten Erfolg einen Club für Amateurfilmer und bemüht sich um Kontakte zu professionellen Filmleuten. Im Verlauf des Films kämpft er zunehmend um seine künstlerische Freiheit, mit der Kamera nach dem Wahren statt nur dem Gefällig-Schönen zu suchen. So entsteht ein Film über einen behinderten Arbeiter und ein Filmdokument über die Kleinstadt, das unvollendet gebliebene Investitionen zeigt, die sich lediglich in der Renovierung von Häuserfassaden erschöpfen. Filips Reportagen werden im Fernsehen ausgestrahlt. Die reale Wirklichkeit und die Wirklichkeit des Films bringen sein Leben völlig durcheinander.

„Der Filmamateur“ machte den Regisseur zum ersten Mal über die Grenzen Polens hinaus bekannt.

OmeU; 35mm
S: Halina Nawrocka; M: Krzysztof Knittel; Weitere Darsteller: Małgorzata Ząbkowska, Ewa Pokas u.a.

Kategorie:
Kinoedukacja
Polnischer Titel:
Amator
Deutscher Titel:
Der Filmamateur
Produktionsjahr:
1979
Dauer:
01:57:00
Festivalausgabe:
2014
Regie
Krzysztof Kieślowski
Drehbuch
Krzysztof Kieślowski
Kamera
Jacek Petrycki
Darsteller
Krzysztof Zanussi, Jerzy Stuhr