Zemsta

Die Rache

Raptusiewicz wohnt in der einen Hälfte eines Schlosses, dessen andere Hälfte von seinem größten Rivalen, dem Notar Milczek bewohnt wird. Raptusiewicz träumt davon, die Witwe Podstolina zu heiraten. Hauptsächlich hat er es auf ihr Vermögen abgesehen. Die Witwe sucht ihrerseits allerdings nach einem begüteten Ehemann. Notar Milczek wünscht sich eine Liaison seines Sohnes Wacław mit der Witwe. Doch Waclaw führt eine nicht geduldete und deshalb heimliche Beziehung mit Raptusiewiczs Nichte Klara. Raptusiewicz, der sich seiner äußeren Unvollkommenheit sowie seines mangelnden gesellschaftlichen Schliffs bewusst ist, bittet Papkin – hervoragend komisch gespielt von Roman Polański - um dessen Dienste als Kuppler, um das Herz der Witwe zu gewinnen. Das zwingt Papkin, einen Feigling und Phantasten, in die Rolle eines Frauenhelden und Herzensbrecher zu schlüpfen. Das Geschehen spitzt sich zu, als Notar Milczek die Mauer erneuern lässt, die das Schloss in zwei Hälften teilt, und Kuppler Papkin sich letzten Endes in Klara verliebt.

Die Rache, eine geschickt komponierte Typen- und Charakterkomödie des polnischen Dramatikers Aleksander Fredro, von Wajda fast vollständig für die Leinwand übernommen, kreist um einen Topos der polnischen Literatur des 19. Jahrhunderts: ein Grenzstreit zweier Adelsfamilien, und mittendrin eine Romeo-und-Julia-Geschichte.

PL, OmeU
Kategorie:
Retrospektive
Polnischer Titel:
Zemsta
Deutscher Titel:
Die Rache
Produktionsjahr:
2002
Dauer:
01:40:00
Festivalausgabe:
2011
Regie
Andrzej Wajda
Drehbuch
Andrzej Wajda
Kamera
Paweł Edelman, Marek Rajca
Darsteller
Henryk Gołębiewski, Roman Polański, Katarzyna Figura, Rafał Królikowski, Andrzej Seweryn, Janusz Gajos, Daniel Olbrychski, Agata Buzek
Musik
Wojciech Kilar