Bez znieczulenia

Ohne Betäubung

Der Journalist Jerzy Michałowski erfährt nach der Rückkehr von einer Auslandsreise, dass seine Frau ihn verlassen hat - und dann ausgerechnet wegen seines größten beruflichen Widersachers. Jerzy kann ihre Entscheidung nicht verstehen, geschweige denn sich mit ihr abfinden. Zudem plagen ihn berufliche Sorgen:  die Anerkennung für seine Arbeit bleibt aus, seine Vorlesungen an der Universität werden eingestellt und die anstehende, lange geplante Reise ins Ausland wider Erwarten nicht genehmigt. Und als ob dies nicht genug wäre, explodiert in seiner Wohnung auch noch der Gasherd. Jerzy stirbt – Unfall oder Selbstmord?

Ohne Betäubung zählt zu den wichtigsten Filmen des so genannten „Kinos der moralischen Unruhe“ (Kino moralnego niepokoju). Sehr realistisch gestaltet, kommt der Film ohne Musik aus. Charakteristisch ist eine scheinbar einfache Kameraführung. Ohne Betäubung überzeugt durch seinen leidenschaftlichen Mut, die triste und dunkle Wirklichkeit der Volksrepublik Polen ungefiltert widerzugeben.

PL, OmeU/DF
Kategorie:
Retrospektive
Polnischer Titel:
Bez znieczulenia
Deutscher Titel:
Ohne Betäubung
Produktionsjahr:
1978
Dauer:
01:50:00
Festivalausgabe:
2011
Regie
Andrzej Wajda
Drehbuch
Agnieszka Holland, Andrzej Wajda
Kamera
Edward Kłosiński
Darsteller
Zbigniew Zapasiewicz, Roman Wilhelmi, Ewa Dałkowska, Kazimierz Kaczor, Andrzej Seweryn, Krystyna Janda, Emilia Krakowska
Musik
Jerzy Derfel , Wojciech Młynarski