TodMachine

Eine namenlose Stadt in Schwarz-Weiß, in der Mitte eine große Fabrik. Der Feind steht schon vor den Toren, aber es gibt noch eine letzte Hoffnung: die MASCHINE. An ihr wurde jahrelang herum getüftelt, sie könnte in letzter Sekunde die siegbringende Waffe sein. Aber sind ihre Schöpfer in der Lage, die Kräfte zu kontrollieren, die sie entfesseln? Denn ihre Maschine birgt  etwas ganz Besonderes – ein Herz!

Ohne großes Budget, dafür aber mit umso mehr Liebe und Leidenschaft hat Bogusław Kornaś mit einigen Enthusiasten über mehrere Jahre in Kleinarbeit einen Stummfilm gedreht, der nicht einfach die Mikrofone weglässt, sondern in Inhalt und Form eine pure Hommage an das deutsche expressionistische Kino und seine Optik, Technik, narrative Eigenheiten und Stoffe ist. Großen Vorbildern wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Nosferatu“ und natürlich „Metropolis“ wird hemmungslos gehuldigt. Bis ins kleinste Detail werden Trademarks des Zwanzigerjahre-Kinos zitiert und dabei diverse Genres dieser Zeit von Romanze über Thriller bis hin zu Science-Fiction bedient. Und doch erlaubt man sich hier und da dezente Modernisierungen, so bei der rockig-orchestralen Begleitmusik. Das Ergebnis ist eine herrlich verspielte, tiefe Verneigung junger Polen vor der deutschen Filmgeschichte.

M: Tomasz Boruch

D: Małgorzata Stankowska, Grzegorz Stokłosa, Robert Żurek, Jerzy Pal, Przemysław Sejmicki, Rafał Halski

mit Anna Vavilkina an der Babylon Orgel

Eintritt frei


Kategorie:
Special Screening
Polnischer Titel:
TodMachine
Deutscher Titel:
TodMachine
Produktionsjahr:
2017
Dauer:
01:38:00
Festivalausgabe:
2018
Regie
Bogusław Kornaś
Drehbuch
Grzegorz Stokłosa, Bogusław Kornaś

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