Aleksander Ford

Aleksander Ford war ein jüdisch-polnischer Filmregisseur.

Ford, der in Warszawa studierte, war einer der erfolgreichsten Filmregisseure im Polen der Zwischenkriegszeit. Seinen ersten Film drehte er bereits 1929. 1930 gehörte er zu den Mitgründern der Gesellschaft der Liebhaber des künstlerischen Films (START) in Warszawa. Während der Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ging er in die Sowjetunion, wo er zwischen 1940 und 1943 Schulungsfilme für die Rote Armee drehte und kam nach Polen mit der Roten Armee zurück. Als Dokumentarfilmer (1945 drehte er als einer der Befreier des KZ Majdanek den Dokumentarfilm Majdanek – cmentarzysko Europy (Majdanek – Friedhof Europas) und er beschäftigte sich auch als erster Regisseur im Nachkriegspolen mit der Besatzung der Deutschen.

An der Filmhochschule in Łódź unterrichtete er in den 1950er Jahren die Regielegenden Andrzej Wajda und Roman Polański. Sein bekanntester Film ist die Verfilmung des Romans Krzyżacy (Die Kreuzritter) von Henryk Sienkiewicz 1960. 1968 verließ er das sozialistische Polen aufgrund antisemitischer Verfolgungen, lebte zunächst in Israel, dann in Dänemark und schließlich in den USA.

Aleksander Ford nahm sich am 4. April 1980 in Florida das Leben.

Filmografie (Auswahl):

1974 - Sie sind frei, Dr. Korczak (Regie)
1971 - Den Foerste kreds (Regie und Drehbuch)
1966 - Der Artzt stellt fest... (Regie)
1964 - Pierwszy dzień wolności (Regie)
1960 - Krzyżacy (Regie und Drehbuch)
1958 - Ósmy dzień tygodnia (1958) (Regie und Drehbuch)
1954 - Pokolenie (Künstlerische Leitung)
1953 - Piątka z ulicy Barskiej (Regie und Drehbuch)
1951 - Młodość Chopina (Regie und Drehbuch)
1948 - Ulica graniczna (Regie und Drehbuch)
Vorname:
Aleksander
Name:
Ford
Geburtsdatum:
24.11.1908
Geburtsort:
Kijów
Regie
Grenzstraße, Sie sind frei, Dr. Korczak