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Film Polska

filmPOLSKA 2010

14.12.2009

filmPOLSKA, das größte Festival des polnischen Films in Deutschland, findet dieses Jahr zum 5. Mal in Berlin statt. Vom 15. bis zum 21. April werden in den Hackesche Höfe Kinos, in den Neuen Kant Kinos, im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums, im Kino Arsenal, im Filmmuseum Potsdam, im Kino FSK, im Club der polnischen Versager und im Filmclub K-18 fast hundert Filme gezeigt. Das Festival umfasst die gesamte Palette polnischer Filmkunst: Neueste Spiel- und Dokumentarfilme, Studenten- und Off-Filme, eine Filmreihe zur Kamerakunst sowie eine Retrospektive des Opus-Filmstudios und eine Retrospektive anlässlich des 30. Jubiläums der Gründung der Solidarność. Die Filmvorführungen werden zudem begleitet von einem Regieworkshop „Bis an die Schmerzgrenze“ unter der Leitung von Marcin Koszałka sowie von Diskussionen und Treffen mit Filmemachern.

Die fünfte Ausgabe von FilmPOLSKA präsentiert folgende Filmreihen:

Neues Polnisches Kino
Spielfilme bilden den Kern des Festivals filmPOLSKA. In dieser Reihe werden junge Filme aus Polen präsentiert. Neben Blockbustern und preisgekrönten Filmen werden auch Low-Budget-Produktionen und Werke des unabhängigen Kinos zu sehen sein. Um der Aufbruchstimmung des Polnischen Kinos zu entsprechen, liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den jungen Talenten, u.a.: Katarzyna Rosłaniec (Galerianki/Shopping Girls), Xawery Żuławski (Wojna Polsko-Ruska/Schneeweiß und Russenrot), Jacek Borcuch (Wszystko co kocham/Alles was ich liebe), Bartek Konopka (Królik po Berlińsku/Mauerhase), Marcin Koszałka (Do Bólu/Bis an die Schmerzgrenze), Mariusz Grzegorzek (Jestem twój).

Dokumentarfilme
Der polnische Dokumentarfilm repräsentiert seit Jahrzehnten das höchste Niveau der gesellschaftlichen Reflexion, das historische Bewusstsein und die Kraft des künstlerischen Ausdrucks. Mit dieser Reihe möchte filmPOLSKA die wichtigsten Entwicklungen dieses Genres in Polen vorstellen und zeigt eine kleine Werkschau der letzten zwei Jahre. Zu sehen sein werden Filme wie „Chemotherapie“ von Paweł Łoziński (Gewinner des Prix Europa 2009), „Do Bólu/Bis an die Schmerzgrenze“ von Marcin Koszałka (Goldene Taube Leipzig 2009), „Poste Restante“ von Marcel Łoziński (Europäischer Filmpreis 2009) und „Królik po Berlińsku/Mauerhase“ (Oscar-Nominierung 2010).

Kurz- und Studentenfilme
Das Kurzfilmprogramm der berühmten polnischen Filmhochschulen in Łódź (PWSTFiTV), in Katowice (WRiT) und in Warschau (Andrzej Wajda Master School of Film Directing) zeigt Werke junger Nachwuchsregisseure.

Retrospektive Opus Filme
Opus Film zählt zu den bekanntesten polnischen Produktionsfirmen und produzierte zahlreiche weltweit preisgekrönte Filme junger Regisseure. Mit Edi, Wiedergewonnen und ZERO seien an dieser Stelle nur ein paar wenige Beispiele genannt.

Filmreihe Solidarność im Film
Anlässlich des Jubiläums der Solidarność-Bewegung, die sich 1980 in Polen gründete und eine Ereigniskette im kommunistischen Europa auslöste, die letztendlich zur politischen Wende 1989 führte, widmet filmPOLSKA diesem Thema eine eigene Filmreihe. Gezeigt werden 14 Spiel- und Dokumentarfilme, die einen umfassenden Einblick in Polens Geschichte der 70er und 80er Jahre geben. Darunter sind Werke von Andrzej Wajda, Krzysztof Kieślowski, Kazimierz Kutz und Marcel Łoziński.

Kamerakunst
Kameramänner und –frauen stehen oftmals im Schatten der Aufmerksamkeit für Schauspieler und Regisseure, dabei hat die Kameraarbeit einen beträchtlichen Anteil an der Entstehung des Werkes. filmPOLSKA würdigt diese Leistungen mit einer eigenen Filmreihe. Seit Jahrzehnten gehören polnische Kameramänner und Kamerafrauen zur cineastischen Weltklasse. Sławomir Idziak, Jacek Petrycki, Jola Dylewska, Witold und Piotr Sobociński, Janusz Kamiński oder Paweł Edelman sorgen nicht nur für den hervorragenden Ruf der Bilder im polnischen Film, sondern gehören auch zur internationalen Weltklasse. Zu Gast ist in diesem Jahr Sławomir Idziak, der neben den Werken Kieślowskis und Zanussis auch Hollywood-Megaproduktionen wie Black Hawk Down, King Arthur, und Harry Potter und der Orden des Phönix seine Handschrift verliehen hat. Der zweite Gast dieser Reihe ist ein „junge Wilder“: Marcin Koszałka ist nicht nur ein hervorragender Kameramann - seine Bilder zum Film „Rewers/Die Kehrtwende“ eröffnen die diesjährige Ausgabe von filmPOLSKA - sondern auch ein schonungsloser Erzähler im Dokumentarfilm. Mit seiner Dokumentation „Do bólu/Bis an die Schmerzgrenze“ gewann er die Goldene Taube bei der DOKwoche in Leipzig. Koszałka wird in diesem Jahr ebenfalls den Filmworkshop leiten.

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